Anabela Valente & Jorge Valente
Vor zehn Jahren gaben Anabela und Jorge ihre sicheren Jobs auf, um mit ihren Motorrädern die Welt zu erkunden. Ihre Neugier auf andere Kulturen und ihre Leidenschaft fürs Fotografieren und Geschichtenerzählen haben sie zu ihrem Beruf gemacht. Mitreißend erzählen sie von kirgisischen Nomaden, von blutigen Hindu-Festen in Malaysia, von den Ureinwohnern Brasiliens und von der nackten Angst, als sie nach einem Erdbeben der Stärke 8,2 in Chile wegen einer Tsunami-Warnung um ihr Leben rennen.
Ein ganz normaler Tag auf ihren Reisen kann auch eine neunstündige Grenzüberquerung nach Kasachstan sein, eine zeremonielle Verordnung durch einen buddhistischen Mönch in Laos, eine Feuerbestattung auf Bali oder dass Jorge beim Trampen von einem Leichenwagen mitgenommen wird und neben dem verschlossenen Sarg sitzen muss.
Jorges Vater hatte vor vielen Jahren einen schweren Arbeitsunfall. Der junge Jorge erlebte, wie schnell das Schicksal zuschlagen kann und wie kostbar und zerbrechlich die Zeit ist, die wir haben. Nicht zuletzt, deshalb haben Jorge und Anabela vor 10 Jahren beschlossen, ihre gemeinsamen Träume zu verwirklichen.
Luxemburg ist ihr offizieller Wohnsitz, aber die meiste Zeit sind sie unterwegs. Mit dem Motorrad oder als Rucksacktouristen haben sie bereits alle sieben Kontinente bereist. Nach ihrer Südamerika-Tour sind sie mit dem Motorrad von Portugal aus Richtung Osten nach Wladiwostok in Russland gefahren. Von dort ging es weiter nach Südkorea und Japan. Und von dort nach Südostasien.