Richard Gress
Expeditionen in die ursprünglichsten Regionen der Erde, Begegnungen mit Löwen, einzigartige Stammesrituale und die jahrelange Integration bei einem Naturvolk – das ist das Leben des Abenteurers Richard Gress.
Monatelang in abgelegenen Wildnisgebieten überleben zu können, jenseits jeglicher Straßen und Pisten, das war sein großes Ziel. Der Schlüssel: Eine Ausbildung bei echten Experten. Kein Survival-Kurs würde dafür ausreichen, es geht um Monate, nicht um Tage. Beim ostafrikanischen Stamm der Suri ging er in die „Lehre“. Zusammengenommen lebte Richard Gress sechs Jahre bei ihnen.
Ohne Kenntnisse und Fähigkeiten ist er anfänglich eine Lachnummer, der anerkannte Dorftrottel sozusagen. Über Jahre hinweg lernt er die Sprache der Suri, geht mit ihnen auf die Jagd, nimmt an ihren Zeremonien teil und wird Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Von den Suri lernt er, sich von der Natur zu ernähren und Wildtieren richtig zu begegnen.
Ein riesiger Elefantenbulle rast direkt auf ihn zu. Grob geschätzt dürfte er sechs Tonnen wiegen, denkt er, als der Elefant plötzlich vor ihm stehen bleibt. «Mein Name ist Richard Gress», stellt er sich leise vor. Den Namen des mächtigen Elefantenbullen kennt er nicht, noch nicht. Er wird seinem neuen Freund einen Namen geben, beide werden sich im Laufe der nächsten Wochen aneinander gewöhnen, wie es bei all den anderen Tieren der Fall war.
So gelingt es ihm, tief in die Wildnis einzudringen und monatelang auf sich allein gestellt im afrikanischen Busch zurechtzukommen. Er lebt unter Löwen, Hyänen, Leoparden, Krokodilen, Flusspferden und Elefanten. Richard Gress hält Dutzende solcher Begegnungen auf Video fest. Zum Glück! Denn sonst würde niemand glauben, was er erlebt hat.